Rutschhemmungsklassen R9 bis R13 und DIN 51130

Was sind die Rutschhemmungsklassen R9 bis R13?

Die Rutschhemmungsklassen R9 bis R13 nach DIN 51130 sind standardisierte Klassifizierungen, die die Rutschfestigkeit von Bodenbelägen bewerten, insbesondere in gewerblichen und industriellen Umgebungen. Diese Klassifizierung hilft dabei, die Sicherheit von Bodenbelägen in Bezug auf Rutschgefahr zu bestimmen. Hier sind die einzelnen Klassen und ihre Eigenschaften:

Wie wird die Rutschhemmungsklasse nach DIN 51130 in Deutschland bestimmt?

Die Bestimmung der Rutschhemmungsklasse nach DIN 51130 erfolgt durch einen standardisierten Test, der die Rutschfestigkeit von Bodenbelägen bewertet. Der Test wird in einem kontrollierten Umfeld durchgeführt und umfasst die folgenden Schritte:

Der Testaufbau für DIN 51130 simuliert die Rutschgefahr auf öligen Böden in Arbeitsbereichen. Dabei wird ein Bodenbelag auf einer schiefen Ebene befestigt, mit Motoröl (200 ml pro Quadratmeter) benetzt und von einer Person mit genormten Sicherheitsschuhen begangen. Der Neigungswinkel der Ebene wird schrittweise erhöht, bis die Person ins Rutschen kommt. Der erreichte Winkel bestimmt die Rutschhemmklasse (R9 bis R13) des Bodenbelags. 

Detaillierter Ablauf:

  • Vorbereitung des Bodenbelags: Der zu testende Bodenbelag wird auf einer schiefen Ebene befestigt.
  • Verunreinigung: Der Bodenbelag wird mit einer definierten Menge (200 ml/m²) Motoröl bedeckt, um eine ölige Oberfläche zu simulieren.
  • Testperson: Eine Person mit genormten Sicherheitsschuhen betritt den öligen Bodenbelag.
  • Erhöhung des Neigungswinkels: Der Neigungswinkel der schiefen Ebene wird schrittweise erhöht.
  • Ermittlung des Ausrutschwinkels: Der Winkel, bei dem die Testperson mit den Schuhen ins Rutschen kommt, wird gemessen.
  • Rutschhemmklasse: Der gemessene Winkel wird einer Rutschhemmklasse (R9 bis R13) zugeordnet, wobei R9 die geringste und R13 die höchste Rutschhemmung bedeutet. 

Wichtige Punkte:

  • Verwendungsbereich:
    Die DIN 51130 ist relevant für Arbeitsbereiche, in denen Öle oder Fette auf den Boden gelangen können, wie z.B. Küchen, Werkstätten oder Industriehallen.
  • Normschuhe:
    Die Testperson verwendet genormte Sicherheitsschuhe, um vergleichbare Ergebnisse zu erzielen.
  • Schiefen Ebene:
    Die schiefe Ebene ist das zentrale Element des Testaufbaus, um die Rutschgefahr unter variierenden Neigungswinkeln zu simulieren.
  • Rutschhemmklassen:
    Die Ergebnisse des Tests werden in Rutschhemmklassen (R9 bis R13) eingeteilt, die die Rutschfestigkeit des Bodenbelags widerspiegeln. 

Die Rutschhemmungsklassen R9 bis R13 in der Übersicht

Norm DIN 51097

Die DIN 51097 ist eine deutsche Industrienorm, die ein Prüfverfahren für die Rutschhemmung von Bodenbelägen in nassbelasteten Barfußbereichen festlegt. Konkret geht es um Bereiche wie Schwimmbäder, Duschen und Umkleideräume, in denen Menschen barfuß unterwegs sind und der Boden nass sein kann. 

Die Norm beschreibt, wie Bodenbeläge auf ihre Rutschfestigkeit geprüft werden. Dabei wird ein Schrägrampentest durchgeführt, bei dem der Neigungswinkel schrittweise erhöht wird, bis die Testperson ins Rutschen kommt. Basierend auf dem maximalen Neigungswinkel, bei dem die Testperson noch sicher stehen kann, werden die Bodenbeläge in verschiedene Rutschhemmklassen (A, B oder C) eingeteilt. 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die DIN 51097 ein wichtiges Regelwerk für die Sicherheit in nassbelasteten Barfußbereichen ist, indem sie eine standardisierte Methode zur Bewertung und Klassifizierung der Rutschhemmung von Bodenbelägen bereitstellt.

Europäische Norm EN 13893

Die EN 13893 ist eine europäische Norm, die das Verfahren zur Messung des Gleitreibungskoeffizienten von trockenen Bodenbelagsoberflächen elastischer, laminierter und textiler Bodenbeläge festlegt. Sie dient der Bestimmung der Rutschhemmung dieser Bodenbeläge. 

Die Norm legt fest, wie der Gleitreibungskoeffizient gemessen wird, um die Rutschfestigkeit eines Bodenbelags zu beurteilen. Dies ist besonders wichtig für die Sicherheit in Bereichen, in denen die Gefahr von Ausrutschen und Stürzen besteht. 

Hier sind die wichtigsten Punkte der EN 13893:

Anwendungsbereich:

Die Norm gilt für elastische, laminierte und textile Bodenbeläge. 

Messverfahren:

Es wird das Verfahren zur Messung des Gleitreibungskoeffizienten auf trockenen Bodenbelagsoberflächen beschrieben. 

Zweck:

Die Messung dient der Bestimmung der Rutschhemmung des Bodenbelags, also der Fähigkeit, ein Ausrutschen zu verhindern. 

Bedeutung:

Die Norm ist wichtig für die Gewährleistung der Sicherheit in Innenräumen, insbesondere in Bereichen mit erhöhter Rutschgefahr.

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